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Beschaffen und Entsorgen mit Verstand
Ex und Hopp war gestern.
Im Kreislauf liegt die Zukunft. Ob Büropapier oder Computer,
Mülltüten oder Verpackungen – längere
Haltbarkeit und Wiederverwendung sind die Maximen, um
überflüssigen Müll zu vermeiden und
Ressourcen zu schonen.
Müll – einfach keine
Lösung
Wegwerfen ist
Ressourcenverschwendung. Wohin mit dem Müll? Allzu
oft ist noch Mülltourismus – besonders in Richtung
Entwicklungsländer – vorherrschende Praxis der
Abfallwirtschaft.
Skandalöse Giftmüllexporte etwa in afrikanische
Länder,
die auf Kosten der Ärmsten gehen, müssen ein Ende
haben.
International sind anspruchvolle Mindeststandards für die
Verwertung von Abfällen gefragt. Auch hier müssen
innovative
und verbraucherfreundliche Konzepte wie Mehrweg-Pfandsysteme und
Müllvermeidung Platz greifen.
Was können Verbraucher tun?
In
privaten und öffentlichen Büros geht jede Menge
Material
über den Tisch. Neben Papierwaren müssen auch
Schreibutensilien, Ordner, Klebstoffe und Bürogeräte
wie
Drucker samt dem Verbrauchsmaterial angeschafft werden. Intelligente
Kaufentscheidungen berücksichtigen natürlich Preis
und
Funktionstüchtigkeit. Aber auch Rohstoff- und
Energieverbrauch,
Wiederverwendbarkeit, Reparaturfreundlichkeit und die Umweltbelastung
sollten hier eine wichtige Rolle spielen.
Wer auf
nicht-kompostierbare Plastiktüten und Verpackungen verzichtet,
tut der Umwelt etwas Gutes. In manchen Ländern, so in
Frankreich, sind solche Tragetaschen demnächst verboten.
Die großen
europäischen Produzenten von Taschentüchern,
Toilettenpapier und Servietten verbrauchen immer noch meist
Zellstofffasern, hergestellt aus frisch gefällten
Bäumen. Jedes Jahr werden allein für sie weltweit 25
Millionen Bäume geschlagen - häufig illegal, selten
in nachhaltiger Bewirtschaftung.
Papierprodukte
aus Altpapier sind die bessere Alternative – ob es um Hygienepapiere
oder um Papier zum Bedrucken geht. Sie schonen Wälder,
verbrauchen
weniger Energie und Wasser und erzeugen weniger Treibhausgase. Auch die
Qualität der Produkte leidet darunter nicht. Tests der
Stiftung
Warentest belegen das eindeutig.
Und: Im Büro
lässt sich viel Papier sparen. Doppelseitig drucken und
kopieren, auf manche Ausdrucke verzichten – das wäre ein ganz
guter Anfang.
Private
Haushalte geben nur etwa drei Prozent ihrer gesamten Ausgaben
für
elektronische Kommunikation aus. Sie verursachen damit aber
überdurchschnittlich hohe Umweltauswirkungen durch
Ressourcenverbrauch und Entsorgung der Technik.
Das
geht auch anders. Ein Blick ins Kleingedruckte lohnt sich. Moderne
Geräte sind bereits recyclingfähig, strahlungsarm und
sparen
Energie. Ein gutes Beispiel sind platzsparende
Qualitätsflachbildschirme, die bis zu 70 Prozent weniger
Energie
verbrauchen und kaum Reparaturen haben. Auch moderne
Datenträger
verbrauchen immer weniger Material. Bei Handys ist es wichtig, auf die
Strahlungswerte zu achten.
Zu
Haushaltsprodukten bieten die Marktübersichten der
EcoTopTen-Kampagne verlässliche Empfehlungen. Sie erstellt
Listen
von Elektronik- und Elektrogeräten mit hoher
Qualität,
vernünftigen Preisen und guter Umweltbilanz.
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